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Philosophie
Erziehung durch Beziehung
Was erwarte ich von meinem Hund?
Was erwarte ich von mir selbst?
Wie stelle ich mir das Miteinander mit meinem Hund vor?
Was bin ich bereit zu geben?
Viele Fragen, die sich Hundebesitzer stellen und den Antworten nacheifern.
Fragen, die man sich als Hundebesitzer unbedingt stellen sollte.
Für die Erziehung des Hundes ist eine gute Beziehung zwischen Mensch und Hund unabdingbar.
Aber wie baue ich diese auf? Welche Attribute setzt das voraus?
Geduld
Konsequenz
Verantwortung übernehmen
Soziale Kompetenz
Verständnis und Verstehen
- Was ist ein gut erzogener Hund? Wenn er das „Sitz“ und „Platz“ beherrscht?
- Viele Hunde haben ihre formalen Kommandos erlernt und begeistern ihre Besitzer durch tadelloses und ausnahmsloses Gehorchen. Wiederum viele von ihnen haben aber Probleme, sich in der Interaktivität mit anderen Hunden zu bewegen. Sie haben sprichwörtlich soziale Hemmungen. Hemmungen, sich frei zu bewegen, auf andere Hunde zuzugehen, sich frei auf ein Spielen einzulassen.
Ist dein Hund im Welpenalter noch komplett unvorbelastet und voller Vertrauen, weil er keine schlechten oder schmerzhaften Erfahrungen machen musste, ist dies eine wundervolle Ausgangsposition. Wie aber funktioniert Erziehung mit einem Hund, der nicht im Welpenalter zu dir findet? Ein Hund, dessen Vertrauen von Menschen bereits ausgebeutet wurde? Ein Hund, der sich bis dahin nur sich selbst vertrauen konnte?
Mit der Vertrauensbasis zwischen dir und deinem Hund steht und fällt alles.
Dein Hund sollte erfahren dürfen, sich in den von dir definierten Grenzen frei bewegen zu dürfen. Dein Hund wird Grenzen von dir erwarten. Er nimmt dadurch wahr, dass du die Verantwortung für ihn bereit bist zu tragen. Dass du dich um ihn kümmerst und ihn beschützt - und nicht umgekehrt. Er wird sich auf dich verlassen können. Sich von dir beschützt und versorgt fühlen. Für all diese Attribute ist es wichtig, eine stabile Vertrauensbasis zwischen dir und deinem Vierbeiner aufzubauen. Vertrauen, dass auch du ihm schenkst. Und nicht nur umgekehrt.
Ein Hund sollte nicht einfach „gehorchen“. Er sollte wissen, dass du der Rudelführer bist. Aber auch das kommt nicht ohne dein Zutun. Das musst du dir als Rudelführer erarbeiten. Das Vertrauen eines Hundes zu gewinnen, bedeutet viel Geduld aufbringen zu können, konsequent zu bleiben, auch wenn es einem manchmal schwer fällt. Es bedeutet, deinen Hund „verstehen“ zu lernen.
Oft denken wir Menschen viel zu menschlich und zu wenig „hundisch“. Das Verhalten des Hundes ist nicht menschlich logisch. Vielmehr musst du dir dessen bewusst sein, dass er nicht deine Sprache spricht und alles, was er tut oder eben nicht tut, durch dein Verhalten gewachsen ist.
Die Erziehung ist ein sozialer Prozess. Sie setzt voraus, Verantwortung zu übernehmen. Sich der Konflikte zwischen dir und deinem Hund zu stellen. Sie besteht aus Fairness zwischen dir und deinem Hund und aus gegenseitiger Lust aufeinander.
Natürlich soll dein Hund zu dir kommen, wenn du ihn abrufst und sich setzen, wenn du es ihm aufträgst, aber er soll Hund sein dürfen. Er soll spielen, rennen, erkunden dürfen. Am Ende soll er immer wissen, dass du für ihn da bist.
Der wichtigste Aspekt in der Hundeerziehung ist die Gewaltfreiheit. Abgesehen, dass Gewalt gegenüber deinem Hund völlig indiskutabel ist, wirst du damit keine Vertrauensbasis zu ihm aufbauen können. Eher das Gegenteil wird passieren. Ein Hund, der Angst vor seinem Rudelführer hat, wird auch nur aus Angst gehorchen.
Nur Leckerlies sind auch nicht das Geheimrezept.
Die soziale Kompetenz entwickelt sich durch die Kommunikation zwischen Mensch und Hund.
Und diese muss so klar wie nur irgend möglich sein, denn dein Hund „liest“ dich den ganzen Tag.
Oft sind die Unterschiede unbeschreiblich groß zwischen dem, was wir dem Hund vermitteln wollen und dem, was er tatsächlich wahrnimmt – und dementsprechend reagiert.
Wenn du in der Lage bist, verständlich mit deinem Hund zu kommunizieren und dich authentisch verhältst, kannst du auch Regeln für deine Fellnase aufstellen und diese durchsetzen. Er wird es dir danken.
Hunde sind nicht unser ganzes Leben – aber sie machen unser Leben ganz.
Geben wir ihnen hierfür, was sie brauchen. Verständnis, Geduld, Vertrauen, Schutz, viel Aufmerksamkeit und Liebe!
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